Die Theatergruppe auf Reisen

An einem kühlen Septembermorgen begrüsste die Organisatorin Heidi Uehlinger 12 unternehmungslustige Mitglieder der Theatergruppe Winznau auf dem Bahnhof Olten. Schade, konnte unsere neugewählte Präsidentin Myrta Meister nicht dabei sein. Dass die Reise in die Ostschweiz, genauer gesagt, nach St. Gallen führen würde, war allen bekannt. Alles Weitere aber blieb vorerst ein Geheimnis.
Auf der kurzweiligen Fahrt erwartete uns bereits ein Znüni. In St. Gallen spazierten wir Richtung Klosterbezirk. Dass dort ein Flohmarkt stattfand, kam uns richtig gelegen. unter den vielen Leuten musste uns die Stadtführerin nämlich direkt suchen. Frau Nüesch zeigte uns diverse interessante Sehenswürdigkeiten mit den dazugehörenden kulturellen Geschichten rund ums Kloster und die Altstadt. Die Stadtbibliothek ist immer ein spezielles Erlebnis. Erstens sehr imposant mit den rund 160‘000 alten Büchern, zweitens aber auch mit den speziellen „Filzpantoffeln“. Der Boden wird von den Besuchern dauern gratis poliert.
Nach der Kultur erwartete uns in einem nahe gelegenen Restaurant ein Apéro. Schade,  hat sich die Sonne nicht gezeigt, auf der schönen Terrasse hätte er noch besser geschmeckt.
Nach kurzem Fussmarsch zu einer Bushaltestelle erfuhren wir das weitere Programm.
Per Bus und per pedes erreichten wir den Tierpark „Peter und Paul“ auf dem Rosenberg. Von hier aus hat man bei gutem Wetter einen fantastischen Ausblick auf den Bodensee.   Vor der Führung durch den Park durften wir im gleichnamigen  Restaurant ein hervor-ragendes Mittagessen geniessen.
Frisch gestärkt wagten sich einige von uns sogar aufs Karussell vor dem Restaurant.
Nun erwartete uns eine Dame im Jägergrün, die uns durch den Tierpark führen sollte. Weil ein Platzregen einsetzte, erzählte sie uns vorerst im Infopavillon viel Interessantes über Steinböcke, Gämsen und Hirsche. Um uns den Park trotz Regen doch noch „in Natura“ zu zeigen, hat sie die Tiere kurzerhand aus ihrem „künstlichen Berg“ gejagt. So konnten wir im Trockenen ihren interessanten Erzählungen zuhören. In diesem Park wurden im Jahre 1906 die ersten Steinböcke nach deren Ausrottung wieder angesiedelt, gezüchtet und später wieder ausgewildert.
Petrus hatte ein Einsehen und schloss – wenn auch nur vorübergehend – die Schleusen. Der Fussmarsch zurück zur Bushaltestelle war kein Problem. Aber einmal im Bus wollten wir gar nicht mehr aussteigen, so schlimm  hat es geschüttet. Wir haben den Bus erst wieder verlassen, als eine überdachte  Bushaltestelle in Sicht kam.
Das Wetter wurde nicht besser, so beschlossen wir, den vorgesehenen Altstadtbummel auf ein Andermal zu verschieben und liessen die Reise bei Kaffee und Kuchen in der Nähe des Bahnhofes ausklingen.
Mit vielen interessanten und schönen Eindrücken, und froh im Trockenen zu sitzen, machten wir und auf die Heimreise. Herzlichen Dank der Organisatorin.